Was ist Ejakulation? Welche sind die Voraussetzungen dafür? Skip to main content
Was ist die männliche Ejakulation?

Was ist Ejakulation?

Als Ejakulation wird der Samenerguss beim Höhepunkt des Orgasmus bezeichnet, welches durch einen Reflex ausgelöst wird. Beim Mann enthält das Ejakulat eine Mischung aus Spermien und Sekret der Geschlechtsdrüse. Als weibliche Ejakulation wird das Freisetzen von Sekret beim Orgasmus bezeichnet.

Unterschiede bei Mann und Frau

Männliche Ejakulation

Die männliche Ejakulation wird umgangssprachlich als Samenerguss bezeichnet. Gemeint ist das stoßweise Herausschleudern von Sperma beim Höhepunkt aus der Harnröhre. Auslöser des Vorgangs sind sexuelle Reize, meist bei der Masturbation oder beim Geschlechtsverkehr, die eine Reflexkette auslösen. Weil die Muskulatur im Samenleiter, Beckenboden, Schwellkörper und der Samenblase rhythmisch kontrahiert, wird das Sperma stoßweise aus dem Penis gepumpt. Die Ejakulation wird auch mit der medizinischen Bezeichnung Pollution benannt.

Weibliche Ejakulation

Auch Frauen können eine Ejakulation erleben. Dabei wird das stoßweise Freisetzen von Sekret beim sexuellen Höhepunkt beschrieben. Der Vorgang ist mit einem starken Lusterlebnis verbunden. Hervortritt das Ejakulat bei Frauen über die Ausgänge der Paraurethraldrüse. Die genauen Vorgänge, die zum Auslösen der weiblichen Ejakulation führen, sind bisher noch nicht ausreichend medizinisch untersucht. Das liegt auch daran, dass
diese weibliche Reaktion lange Zeit als Tabuthema in der Gesellschaft galt.

Die Eigenschaften des Ejakulats

Das Ejakulat des Mannes ist trüb und meist milchig-weiß bis gelblich. Der Geruch wird als Kastanienähnlich bezeichnet. Es enthält zwischen 200 und 400 Millionen Spermien, die in der Scheide rund zwei Tage überleben können. Je nach Lustempfinden und körperlicher Verfassung umfasst eine Menge etwa zwei bis sechs Milliliter. Die Flüssigkeit besteht dabei aus den Samenbläschen, den Spermien, dem Sekret der Prostata und den Cowper-Drüsen.

Samenerguss im Alter

Mit voranschreitendem Alter um das 40. Lebensjahr herum, treten die sogenannten Wechseljahre des Mannes ein. Der Testosteronspiegel im Blut sinkt und in der Folge nimmt auch die Ejakulatmenge ab. Ejakulation dauert länger. Zudem setzt sie meist später ein und auch Störungen der Erektion und Evaluation treten häufiger auf. Die Abnahme der Menge kann allerdings auch in Verbindung mit Medikamenten stehen. So können Präparate gegen Haarausfall etwa einen Einfluss auf die Ejakulatmenge haben.

Die Probleme mit dem Ejakulat

Blut im Sperma

Liegt eine Entzündung der Nebenhoden oder der Prostata vor, so erhöht sich der pH-Wert um einige Stellen. In der Folge riecht der Erguss leicht faulig-süß und enthält unter Umständen auch Blut. In äußerst seltenen Fällen deutet Blut im Sperma auf eine Krebserkrankung hin. Als mögliche Ursache gilt auch eine Bildung von Steinen in der Prostata oder in den Samenbläschen.

Retrograde Ejakulation

Liegt ein nicht ausreichender Verschluss des Blasenhalses beim Samenerguss vor, etwa durch Verletzungen im Unterleib nach einer Operation oder bei der Einnahme bestimmter Medikamente, kann es zu einer sogenannten retrograden Ejakulation kommen. Das bedeutet, dass das Spermagemisch nicht nach vorne, sondern nach hinten in die Harnblase geleitet wird.

Frühzeitiger und verspäteter Samenerguss

Ebenfalls bekannt ist der vorzeitige Samenerguss (Ejaculatio praecox). Von ihm spricht man, wenn der Erguss keiner willentlichen Kontrolle erliegt und meist bereits wenige Minuten nach Einführen in die Scheide stattfindet. Von dieser Sexualstörung, die häufig psychischen Ursachen hat, ist bi zu einem Viertel der Männer betroffen. Bekannt ist auch ein verspäteter Samenerguss (Ejaculatio retarde). Von ihm sprechen Mediziner, wenn der Erguss vollständig ausbleibt. Auch hier ist meist eine psychische Ursache der Grund.

Der erste Samenerguss

Die meisten Jungs haben ihre erste Ejakulation im Alter zwischen 11 und 15 Jahren. In der Regel tritt der erste Erguss bei einem sogenannten „feuchten Traum“ in der Nacht auf. Ab diesem Zeitpunkt sind Jungs zeugungsfähig.

Die Physiologie

Auslöser ist eine sexuelle Erregung. Dank ihr wird bereits vor dem eigentlichen Erguss das Präejakulat abgegeben. Der Erguss erfolgt durch das Sexualzentrum, welches im Zwischenhirn sitzt. Die Nervenreize werden an die entsprechenden Nervenzellen im Lendenabschnitt des Rückenmarks weitergeleitet, welche im Anschluss die Kontraktionen der Muskeln des Samenleiters, der Geschlechtsdrüse und der Nebenhoden auslösen. Das Sperma wird so zur Harnröhre gepumpt und dort mit dem Drüsensekret vermischt. Durch den Anstieg des Druckes in der Prostata und der Harnröhre erfolgen zwischen drei und zehn zuckende und unwillkürliche Kontraktionen, die für das stoßweise Herausschleudern des Spermas verantwortlich sind. Parallel wird die Muskulatur am Harnblasenhals stimuliert, sodass sich die Harnblase dabei vollständig verschließt. Das Zurückfließen von Sperma wird somit verhindert und auch ein Vermischen mit Urin kann damit ausgeschlossen werden.

Ab dem ersten Erguss in der Pubertät beginnt die Produktion von Spermien. Diese werden ja nach Ejakulation unterschiedlich schnell ausgestoßen. Wichtige Faktoren für die Menge des abgegebenen Ejakulats ist nicht nur der Grad der Erregung, sondern auch die Zeit, die vor dem Erguss vorangeschritten ist. Grundsätzlich ist die Menge des Samenergusses bei einem Mann, der einige Tage oder Wochen keine Ejakulation erlebt hat, deutlich höher als bei regelmäßigem Höhepunkt mit entsprechendem Erguss.

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Über mich

Mein Name ist Thomas Schmidt und ich beschäftige mich seit 10 Jahren mit sexuellen Problemen von Männern, hauptsächlich mit Erektionsstörungen. Ich bin hier, um Sie zu beraten, wie Sie Ihren Appetit auf Sex wiedererlangen und dabei helfen können, die verminderte Libido zu beseitigen.

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Thomas

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